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Shopify + DATEV Integration

Shopify-Bestellungen, Erstattungen und Auszahlungen werden zu einem DATEV-Buchungsstapel aufbereitet, getrennt nach Zahlungsanbieter, Steuersatz und Lieferland. Diese Seite beschreibt die Referenzarchitektur: welche Bestell- und Zahlungsdaten gebraucht werden, warum jeder Zahlungsanbieter ein eigenes Verrechnungskonto braucht und welche Fälle wie Geschenkgutscheine und OSS am häufigsten falsch gebucht werden.

ShopifyDATEV

Ergebnisse & Vorteile

100%
Automatisierte Buchungssätze für DATEV
10h+
Monatliche Zeitersparnis für Steuerberater
GoBD
Konforme und prüfungssichere Dokumentation
< 24h
Verzug zwischen Bestellung und Buchung

So funktioniert es

1

Bestell- und Zahlungsdaten abrufen

Für den Zeitraum werden Bestellungen mit Positionen, Steuerzeilen, Versand, Rabatten und Transaktionen gelesen, dazu die Erstattungen und die Auszahlungen der Zahlungsanbieter. Bestellungen und Auszahlungen stammen aus getrennten Quellen und werden über die Transaktionen miteinander verbunden.

2

Steuerlich klassifizieren

Aus Lieferland, Kundenart, Produktart und dem tatsächlich berechneten Satz ergibt sich die Einordnung: Inland, innergemeinschaftliche Lieferung, OSS-Umsatz oder Ausfuhr. Jede Kombination verweist auf ein festgelegtes Erlöskonto und einen Buchungsschlüssel. Unbekannte Kombinationen werden nie geschätzt.

3

Zahlungsseite abbilden

Jede Bestellung bucht gegen das Verrechnungskonto des tatsächlich verwendeten Zahlungsanbieters. Bestellungen mit zwei Zahlarten, etwa Geschenkgutschein und Karte, werden entsprechend aufgeteilt. Die Auszahlung des Anbieters bucht später vom Verrechnungskonto auf die Bank, die Gebühr getrennt als Aufwand.

4

Buchungsstapel schreiben

Die Zeilen werden im DATEV-Format erzeugt: Belegdatum, Umsatz, Soll-Haben-Kennzeichen, Währungskennzeichen, Konto, Gegenkonto, Buchungstext und Belegfeld. Buchungstext und Belegfeld werden auf die zulässigen Längen und Zeichen gekürzt, ohne die Verbindung zur Bestellung zu verlieren.

5

Vor der Übergabe abstimmen

Ein Abgleich prüft die Umsätze je Steuersatz aus Shopify gegen die Summen im Stapel und die Auszahlungen gegen die Verrechnungskonten. Weicht etwas ab, wird der Stapel nicht übergeben, sondern die Abweichung mit der betroffenen Bestellnummer benannt.

6

Übergabe, Markierung und Nachlauf

Der geprüfte Stapel geht an das Steuerbüro oder in DATEV Unternehmen Online. Die Periode wird als übergeben markiert, damit ein späterer Lauf sie nicht erneut exportiert. Nachzügler, etwa spät eintreffende Erstattungen, laufen bewusst in den Folgemonat.

Anwendungsfälle

Ein Verrechnungskonto je Zahlungsanbieter

Shopify Payments, PayPal, Klarna und Kauf auf Rechnung zahlen zu unterschiedlichen Terminen aus, jeweils gesammelt und abzüglich eigener Gebühren. Jeder Anbieter bekommt deshalb ein eigenes Verrechnungskonto. Über ein gemeinsames Konto gebucht, lässt sich eine Differenz am Monatsende keinem Anbieter mehr zuordnen.

OSS-Umsätze getrennt ausweisen

B2C-Lieferungen in andere EU-Staaten werden mit dem Steuersatz des Bestimmungslands berechnet und gehören nicht in die reguläre Umsatzsteuervoranmeldung. Damit die Meldung überhaupt erstellbar ist, werden diese Umsätze je Land und Satz auf getrennte Erlöskonten gebucht statt in einen Sammeltopf.

Gutscheinverkauf ist kein Umsatz

Der Verkauf einer Geschenkkarte erscheint in Shopify als Bestellung, die Einlösung später als Zahlart einer anderen Bestellung. Wer beides als Erlös bucht, weist denselben Umsatz zweimal aus. Der Verkauf gehört auf ein Verbindlichkeitskonto, der Erlös entsteht erst bei Einlösung.

Rabatte über mehrere Steuersätze verteilen

Ein Rabatt auf die Gesamtbestellung muss anteilig auf die enthaltenen Steuersätze verteilt werden. Enthält eine Bestellung Waren mit ermäßigtem neben Waren mit vollem Satz, verschiebt eine pauschale Zuordnung die Bemessungsgrundlagen. Versandkosten werden zusätzlich als eigene Position mit eigener steuerlicher Behandlung geführt.

Erstattungen über den Periodenwechsel

Eine Erstattung im Januar zu einer Bestellung aus dem Dezember trifft eine bereits abgeschlossene Periode. Sie wird deshalb im laufenden Monat gebucht und mit der ursprünglichen Bestellnummer verkettet, statt rückwirkend in einen bereits festgeschriebenen Stapel zu greifen.

Belegnummern, die DATEV akzeptiert

Shopify-Bestellnummern tragen meist ein Rautezeichen und einen Ladenpräfix, während das Belegfeld 1 auf 36 Zeichen und einen eingeschränkten Zeichensatz begrenzt ist. Die Nummer wird deshalb nach einer festen, dokumentierten Regel normalisiert, damit sie stabil bleibt und der Weg zurück zur Bestellung eindeutig ist.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Shopify-Bestellbestätigung eine Rechnung?
In der Regel nicht. Eine Bestellbestätigung erfüllt nicht ohne Weiteres die Anforderungen an eine Rechnung nach dem Umsatzsteuergesetz. Wer Belege ausstellen muss, braucht dafür eine Rechnungs-App oder ein angebundenes Buchhaltungssystem. Der DATEV-Stapel bucht Umsätze; er erzeugt keine Rechnungsdokumente und archiviert sie auch nicht.
Warum braucht jeder Zahlungsanbieter ein eigenes Konto?
Weil jeder Anbieter eigene Auszahlungstermine, eigene Gebührenmodelle und eigenes Verhalten bei Rückbelastungen hat. Auf einem gemeinsamen Konto vermischen sich die Salden, und eine Differenz lässt sich nicht mehr zuordnen. Getrennte Konten machen den Monatsabschluss zu einer Prüfung mit klaren Fragen statt zu einer Suche.
Wie oft wird exportiert?
Üblich ist ein täglicher Lauf mit monatlicher Übergabe. Ein Buchungsstapel ist ein Periodenartefakt; eine einzelne Buchung sekundengenau nach DATEV zu schieben, bringt keinen Nutzen. Der tägliche Lauf sorgt dafür, dass Klärungsfälle innerhalb eines Tages auffallen und nicht erst am Monatsende.
Was passiert bei einem erneuten Export derselben Periode?
DATEV prüft beim Import nicht auf Dubletten. Ein zweiter Import erzeugt jede Buchung ein zweites Mal, und nach der Festschreibung müssen alle Zeilen einzeln gegengebucht werden. Deshalb wird jede übergebene Periode markiert und ein erneuter Export nur nach ausdrücklicher Freigabe erzeugt.
Wie werden Shopify Markets und Fremdwährungen behandelt?
Eine Bestellung trägt sowohl die Anzeigewährung als auch die Abrechnungswährung des Shops. Gebucht wird in Euro, das Währungskennzeichen und der verwendete Kurs werden mitgeführt. Kursdifferenzen, die zwischen Bestelltag und Auszahlungstag entstehen, gehören auf ein eigenes Konto und nicht in den Erlös.
Wer legt Konten, Steuerschlüssel und Kontenrahmen fest?
Das Steuerbüro. Wir erstellen den Vorschlag für die Zuordnung, gemeinsam wird sie geprüft und freigegeben, danach gilt sie als Stammdatum mit dokumentierter Änderungshistorie. Ob SKR03 oder SKR04 verwendet wird, entscheidet der Mandant; die Zuordnungstabelle existiert nur für den jeweils gewählten Rahmen.
Werden Shopify-POS-Umsätze mit erfasst?
Ja, sofern sie im selben Shop laufen. Zu entscheiden ist, ob Bargeldeinnahmen und Kartenzahlungen am Terminal über dieselben Verrechnungskonten laufen sollen wie der Onlinehandel oder getrennt, und wie die Kassenführung dokumentiert wird. Das ist eine Absprache mit dem Steuerbüro, keine technische Einstellung.
Können historische Zeiträume nachgebucht werden?
Grundsätzlich ja, aber nur für Perioden, die noch nicht festgeschrieben sind. Vor jedem Nachlauf wird geklärt, bis wann das Steuerbüro gebucht hat. In der Praxis beginnen wir mit dem laufenden Monat und rühren abgeschlossene Zeiträume nicht an, weil deren Korrektur teurer ist als der Nutzen.
Wie lange dauert die Einrichtung?
Ein Shop, ein Land, eine Währung und ein Zahlungsanbieter stehen in wenigen Werktagen. Mehrere Zahlungsanbieter, OSS über mehrere Länder, Fremdwährungen oder mehrere Gesellschaften verlängern das auf ein bis drei Wochen, weil jede Kombination mit dem Steuerbüro abgestimmt und getestet wird. Ein Einstiegsumfang beginnt bei 5.000 EUR, laufende Toolkosten liegen bei 50 bis 200 EUR pro Monat.
Was leistet die Integration ausdrücklich nicht?
Sie erstellt weder die Umsatzsteuervoranmeldung noch die OSS-Meldung, ersetzt keine Prüfung und keine Festschreibung durch das Steuerbüro und ist keine von DATEV zertifizierte Schnittstelle. Sie korrigiert keine falschen Steuereinstellungen im Shop, meldet niemanden im Ausland zur Umsatzsteuer an und übernimmt keine revisionssichere Belegarchivierung.

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