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Buchhaltung
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Stripe + DATEV Integration

Stripe-Zahlungen, Gebühren, Erstattungen und Auszahlungen werden zu einem DATEV-Buchungsstapel im EXTF-Format aufbereitet. Diese Seite beschreibt die Referenzarchitektur: welche Felder aus Zahlung, Saldotransaktion und Auszahlung gebraucht werden, warum der Stripe-Saldo ein Verrechnungskonto ist und welche Festlegungen das Steuerbüro vor dem Bau treffen muss.

StripeDATEV

Ergebnisse & Vorteile

100%
Automatische Buchung aller Stripe-Transaktionen
8-10h
Monatliche Zeitersparnis beim Zahlungsabgleich
GoBD
Konforme und revisionssichere Buchführung
< 1 Min
Verzug zwischen Zahlung und Buchung

So funktioniert es

1

Ereignisse und Salden abholen

Ausgewertet werden Zahlungen, Erstattungen, Rückbelastungen, Gebühren und Auszahlungen. Maßgeblich ist dabei nicht die Zahlung selbst, sondern die zugehörige Saldotransaktion, weil erst dort Bruttobetrag, Gebühr, Nettobetrag, Währung und Umrechnungskurs gemeinsam vorliegen.

2

Doppelte Verarbeitung ausschließen

Stripe stellt Ereignisse mindestens einmal zu, gelegentlich mehrfach. Jede Ereigniskennung wird gespeichert, bevor eine Buchungszeile entsteht. Das ist hier wichtiger als anderswo, weil DATEV beim Import eines Stapels nicht prüft, ob dieselbe Buchung bereits vorhanden ist.

3

Steuerlogik und Konten zuordnen

Aus Kundenland, Kundenart, Produktart und dem von Stripe ermittelten Steuerbetrag entsteht die Buchung: Erlöskonto nach Kontenrahmen SKR03 oder SKR04, Gegenkonto und Buchungsschlüssel. Kombinationen ohne hinterlegte Zuordnung werden nie geschätzt, sondern gehen auf eine Klärungsliste.

4

Buchungsstapel erzeugen

Die Zeilen werden als EXTF-Datei im DATEV-Format geschrieben, mit Belegdatum, Umsatz, Soll-Haben-Kennzeichen, Währungskennzeichen, Konto, Gegenkonto, Buchungstext und optionalen Kostenstellen. Der Buchungstext wird auf die zulässige Länge gekürzt, ohne die Belegreferenz zu verlieren.

5

Abstimmung vor der Übergabe

Vor der Übergabe prüft ein Abgleich drei Summen gegeneinander: Bruttoerlöse, Gebühren und Auszahlungen der Periode. Stimmt der rechnerische Saldo nicht mit dem Stripe-Saldo überein, wird der Stapel nicht übergeben. Ein Tag Verzögerung kostet weniger als ein Stapel, der im Nachhinein storniert werden muss.

6

Übergabe und Festschreibung

Der geprüfte Stapel wird dem Steuerbüro bereitgestellt, dort importiert und festgeschrieben. Ab diesem Punkt sind Korrekturen nur noch als eigene Gegenbuchung möglich. Deshalb wird jede übergebene Periode markiert, damit ein späterer Nachlauf sie nicht ein zweites Mal exportiert.

Anwendungsfälle

Brutto buchen, Gebühr getrennt

Stripe zieht die Gebühr direkt von der Zahlung ab. Gebucht wird trotzdem der volle Erlös, die Gebühr als eigener Aufwand und die Differenz über den Stripe-Saldo. Wird stattdessen der Nettobetrag als Erlös gebucht, stimmen weder Umsatz noch Vorsteuer, und die Kosten der Kartenakzeptanz tauchen in keiner Auswertung auf.

Der Stripe-Saldo als Verrechnungskonto

Auf dem Bankkonto erscheint eine Sammelauszahlung, nie die einzelne Zahlung. Deshalb wird der Stripe-Saldo als eigenes Konto geführt: Zahlungen erhöhen ihn, Gebühren und Erstattungen mindern ihn, die Auszahlung bucht gegen die Bank. Am Periodenende muss der Kontostand dem Stripe-Saldo entsprechen; jede Abweichung ist ein konkreter Prüfpunkt.

Rückbelastungen mit drei Buchungen

Eine Rückbelastung dreht die ursprüngliche Zahlung, erzeugt zusätzlich eine eigene Gebühr und wird bei erfolgreichem Widerspruch erneut gedreht. Drei Vorgänge, die zu einer einzigen Kundenzahlung gehören und über Wochen verteilt eintreffen. Sie werden über die Kennung der ursprünglichen Zahlung verkettet, damit der Fall auch Monate später lesbar bleibt.

Fremdwährung und Kursdifferenz

Eine Zahlung in Fremdwährung rechnet Stripe bei der Verrechnung in den Saldo um, die Auszahlung erfolgt später zu einem anderen Kurs. Die entstehende Differenz ist eine Kursdifferenz und gehört auf ein eigenes Konto. Wer sie in den Erlös rechnet, verschiebt Umsatz zwischen Perioden und erklärt das später dem Prüfer.

Abonnements periodengerecht

Bei einer Jahreszahlung ist der volle Betrag im Januar zugeflossen, der Erlös verteilt sich aber über zwölf Monate. Ob und wie abgegrenzt wird, hängt von Soll- oder Ist-Versteuerung und von der Abstimmung mit dem Steuerbüro ab. Die Integration liefert den Leistungszeitraum je Rechnungsposition mit, damit die Abgrenzung überhaupt möglich ist.

Belegreferenz für die Nachvollziehbarkeit

Jede Buchung trägt die Stripe-Objektkennung im Belegfeld 1, innerhalb der Grenze von 36 Zeichen und des zulässigen Zeichensatzes. Damit lässt sich jede Zeile im Stapel in Sekunden zur Zahlung in Stripe zurückverfolgen und umgekehrt. Ohne diese Referenz wird jede Rückfrage des Steuerbüros zur manuellen Suche.

Häufig gestellte Fragen

Warum ist der Stripe-Saldo ein eigenes Konto?
Weil zwischen Zahlung und Gutschrift auf dem Bankkonto Tage liegen und die Auszahlung mehrere hundert Einzelzahlungen abzüglich Gebühren zusammenfasst. Ohne Verrechnungskonto lässt sich der Bankeingang keiner Rechnung zuordnen. Mit Verrechnungskonto ist der Saldo am Monatsende eine harte Prüfgröße gegen den in Stripe ausgewiesenen Kontostand.
Was passiert, wenn derselbe Zeitraum zweimal exportiert wird?
DATEV erkennt beim Import keine Dubletten. Ein zweiter Import derselben Periode erzeugt jeden Buchungssatz ein zweites Mal, und nach der Festschreibung müssen alle Zeilen einzeln gegengebucht werden. Deshalb wird jede exportierte Periode markiert und ein erneuter Export blockiert, bis er ausdrücklich freigegeben wird.
Welches Datum wird als Belegdatum verwendet?
Das ist eine Festlegung mit dem Steuerbüro. Infrage kommen das Zahlungsdatum, das Datum der Saldotransaktion oder der Tag, an dem der Betrag verfügbar wird. Diese Daten fallen über den Jahreswechsel auseinander: eine Zahlung am 31. Dezember kann erst im Januar verfügbar werden. Die Regel wird einmal festgelegt und dokumentiert.
Wie werden Reverse Charge und OSS behandelt?
Die Buchung folgt der Steuerbehandlung, die zum Zahlungszeitpunkt tatsächlich angewandt wurde, samt Kundenland und geprüfter USt-IdNr. Wurde diese Angabe im Bezahlvorgang nie erhoben, kann die Integration sie nicht nachträglich erzeugen. Solche Zahlungen gehen auf die Klärungsliste statt in den Stapel.
Warum werden Konten und Buchungsschlüssel nicht vorgegeben?
Weil Kontenrahmen, Steuerschlüssel und Erlöskonten je Mandant unterschiedlich belegt sind und das Steuerbüro sie verantwortet. Wir bauen die Zuordnungstabelle gemeinsam mit dem Steuerbüro auf, lassen sie freigeben und behandeln sie danach als Stammdatum. Geraten wird nichts; unbekannte Kombinationen brechen die Verarbeitung ab.
Wie werden Verarbeitungs- und Rückbelastungsgebühren unterschieden?
Die Verarbeitungsgebühr fällt je Zahlung an, die Gebühr für eine Rückbelastung ist ein eigener Vorgang und bleibt in der Regel auch dann bestehen, wenn der Widerspruch gewonnen wird. Beide werden getrennt geführt, weil sonst in keiner Auswertung sichtbar wird, wie viel Rückbelastungen tatsächlich kosten.
Funktioniert das mit Stripe Connect?
Ja, aber die Fragestellung ist eine andere. Bei einem Plattformmodell muss zuerst geklärt werden, welcher Anteil eigener Erlös ist und welcher Anteil durchlaufender Posten für das verbundene Konto. Diese Abgrenzung ist eine steuerliche Entscheidung und wird vor dem Bau mit dem Steuerbüro geklärt, nicht in der Automatisierung erfunden.
Wie oft läuft der Export?
Üblich ist ein täglicher Lauf mit monatlicher Übergabe. Ein Buchungsstapel ist ein Periodenartefakt, keine Echtzeitschnittstelle; einzelne Buchungen sekundengenau nach DATEV zu schieben, bringt keinen Nutzen. Der tägliche Lauf sorgt dafür, dass Klärungsfälle innerhalb eines Tages auffallen und nicht erst am Monatsende.
Wie werden Testdaten von echten Daten getrennt?
Stripe trennt Test- und Live-Modus über getrennte Schlüssel, und der Ereignisempfänger nimmt nur Ereignisse des passenden Modus an. Der häufigste Zwischenfall ist ein Testschlüssel, der nach einem Umzug in der produktiven Umgebung liegen bleibt. Deshalb wird der Modus bei jedem Lauf geprüft und protokolliert.
Wie lange dauert die Einrichtung?
Ein Mandant, ein Kontenrahmen, eine Währung und ein Steuergebiet stehen in wenigen Werktagen. Mehrere Gesellschaften, Fremdwährungen, Connect oder ein OSS-Fall verlängern das auf ein bis drei Wochen, weil jede Zuordnung mit dem Steuerbüro abgestimmt und getestet wird. Ein Einstiegsumfang beginnt bei 5.000 EUR, laufende Toolkosten liegen bei 50 bis 200 EUR pro Monat.
Was leistet die Integration ausdrücklich nicht?
Sie erstellt weder die Umsatzsteuervoranmeldung noch die OSS-Meldung, ersetzt keine Prüfung und keine Festschreibung durch das Steuerbüro und ist keine von DATEV zertifizierte Schnittstelle. Sie beurteilt keine Steuerpflicht im Ausland, korrigiert keine falsch konfigurierten Produkte in Stripe und migriert keine Altbuchhaltung.

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