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WooCommerce + sevDesk Integration

WooCommerce-Bestellungen werden zu Kontakten, Rechnungen und Gutschriften in sevDesk. Diese Seite beschreibt die Referenzarchitektur: welche Bestellfelder und Steuerklassen ausgewertet werden, warum der auslösende Bestellstatus die folgenreichste Entscheidung im Projekt ist und welche Fälle rund um Gutscheine, Teilerstattungen und Reverse Charge am häufigsten brechen.

WooCommercesevDesk

Ergebnisse & Vorteile

90%
Weniger manueller Buchhaltungsaufwand
4-6h
Zeitersparnis pro Woche
100%
Übereinstimmung zwischen Shop und Buchhaltung
Sofort
Rechnungsversand nach Bestelleingang

So funktioniert es

1

Bestellung entgegennehmen

Der Webhook meldet eine neue oder geänderte Bestellung. Ereigniskennung und Bestellnummer werden gespeichert, bevor etwas anderes passiert. WooCommerce feuert Aktualisierungen sehr häufig, unter anderem bei jeder Notiz und jedem Statuswechsel, sodass ohne diese Sperre aus einer Bestellung mehrere Rechnungen entstehen.

2

Bestellung frisch lesen

Die Verarbeitung liest die Bestellung über die REST-Schnittstelle neu ein, inklusive Positionen, Steuerzeilen, Versandkosten, Gebühren, Gutscheinen und Erstattungen. Damit werden Änderungen berücksichtigt, die zwischen Auslösung und Verarbeitung im Shop-Backend vorgenommen wurden, statt verloren zu gehen.

3

Statusregel anwenden

Zahlart und Status entscheiden gemeinsam, ob eine Rechnung, eine Gutschrift oder gar nichts entsteht. Stornierte und fehlgeschlagene Bestellungen erzeugen keinen Beleg. Bestellungen, die nach dem Buchen von bezahlt auf storniert wechseln, gehen auf die Klärungsliste statt still zurückgedreht zu werden.

4

Kontakt zuordnen

Gesucht wird über die in sevDesk hinterlegte WooCommerce-Kundenreferenz, ersatzweise über die normalisierte E-Mail-Adresse. Gastbestellungen ohne Kundenkonto sind der Regelfall und die häufigste Quelle von Dubletten. Rechnungs- und Lieferadresse werden getrennt übernommen, weil sie sich unterscheiden dürfen.

5

Beleg erzeugen und prüfen

Rechnung oder Gutschrift wird mit allen Positionen, Versand, Gebühren und Steuerzeilen angelegt; die Belegnummer vergibt sevDesk. Die Bestellnummer wird als Referenz mitgeschrieben. Anschließend werden Netto-, Steuer- und Bruttosumme gegen die Bestellung geprüft, bevor der Beleg festgeschrieben wird.

6

Zahlungsabgleich und Überwachung

Meldet der Shop die Bestellung als bezahlt, wird der Beleg in sevDesk als bezahlt markiert oder gegen die Zahlungstransaktion gebucht. Ein täglicher Abgleich zählt Bestellungen gegen Belege und meldet jede Lücke an eine benannte Person, nicht in ein Protokoll, das niemand öffnet.

Anwendungsfälle

Den auslösenden Bestellstatus festlegen

WooCommerce kennt processing, on-hold, completed, cancelled, refunded und failed. Bei Kartenzahlung bedeutet processing bereits bezahlt, bei Vorkasse steht on-hold für unbezahlt. Welcher Status welchen Beleg erzeugt, wird je Zahlart festgelegt. Eine einzige Regel für alle Zahlarten stellt entweder zu früh Rechnungen aus oder liefert sie zu spät.

Steuerklassen sauber abbilden

Jede Position trägt eine Steuerklasse und eine berechnete Steuerzeile. Ermäßigter Satz, Standardsatz und steuerfreie Lieferung werden auf die passende Steuerregel und das passende Erlöskonto in sevDesk abgebildet, getrennt danach, ob SKR03 oder SKR04 im Einsatz ist. Ein Produkt mit falsch gesetzter Steuerklasse bucht sonst über Monate still falsch.

Rabatte und Rundungsdifferenzen

Einen Prozentgutschein verteilt WooCommerce anteilig auf die Positionen. Bei mehreren Steuersätzen in einer Bestellung entstehen dabei Restcents, und die Summe der Positionssteuern weicht von der Steuer auf den Gesamtbetrag ab. Die Integration vergleicht beide Summen und hält die Bestellung an, statt eine Rechnung mit abweichendem Bruttobetrag zu erzeugen.

Teilerstattungen als eigener Beleg

WooCommerce führt Erstattungen als eigene Objekte mit den betroffenen Positionen und Beträgen. Daraus entsteht eine Gutschrift in sevDesk. Eine bereits gebuchte Rechnung wird nicht nachträglich verändert. Wird nur der Versand erstattet, folgt die Gutschrift dem Steuersatz der Versandposition.

Reverse Charge aus einem Plugin-Feld

Die USt-IdNr. für innergemeinschaftliche B2B-Lieferungen stammt nicht aus dem Standarddatenmodell von WooCommerce, sondern aus einem Zusatzfeld des jeweils eingesetzten Steuer-Plugins. Welcher Feldschlüssel das ist, wird je Shop einmal ermittelt und dokumentiert. Nach einem Plugin-Wechsel ist das die erste Stelle, die neu geprüft werden muss.

Zustellung trotz WordPress

Auf vielen Installationen werden WooCommerce-Webhooks über den Zeitplaner von WordPress abgearbeitet; die Zustellung hängt damit an Seitenaufrufen, Caching-Plugins und der Erreichbarkeit des Hosts. Ergänzend läuft deshalb ein zeitgesteuerter Abgleich über die REST-Schnittstelle, der jede Bestellung ohne Beleg nachträglich findet.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Bestellstatus soll die Rechnung auslösen?
Das ist die folgenreichste Entscheidung im Projekt und hängt an der Zahlart. Bei Vorkasse und Kauf auf Rechnung braucht der Kunde den Beleg vor der Zahlung, bei Karten- und Wallet-Zahlung ist der Zahlungseingang der sauberere Auslöser. Wir legen die Regel je Zahlart fest und dokumentieren sie, statt eine Faustregel über alle zu ziehen.
Warum weichen manchmal Cent-Beträge ab?
WooCommerce kann Steuern je Position oder auf die Bestellsumme berechnen, und ein anteilig verteilter Gutschein hinterlässt Restcents. sevDesk rechnet nach eigener Logik nach. Bei mehreren Steuersätzen in einer Bestellung entstehen so Differenzen von ein bis zwei Cent. Solche Bestellungen werden angehalten und nicht stillschweigend zurechtgerundet.
Werden Plugins im Shop benötigt?
Für die Anbindung selbst nicht; sie nutzt die Standard-REST-Schnittstelle und die Webhooks von WooCommerce. Steuerliche Sonderfälle wie EU-Steuersätze oder die Erfassung einer USt-IdNr. hängen dagegen an den bereits eingesetzten Plugins. Deren Feldnamen werden zu Projektbeginn ermittelt, weil sie sich von Shop zu Shop unterscheiden.
Was passiert, wenn die Bestellung nach der Rechnung geändert wird?
Das kommt regelmäßig vor, weil Bestellungen im Backend bearbeitbar bleiben. Ein bereits gebuchter Beleg wird nicht überschrieben. Stattdessen entsteht eine Gutschrift und optional ein neuer Beleg, und die Änderung wird gemeldet. Ohne diese Regel driften Shop und Buchhaltung dauerhaft auseinander, und es fällt erst zum Jahresabschluss auf.
Wie zuverlässig sind WooCommerce-Webhooks?
Zuverlässiger als ihr Ruf, aber abhängig von der WordPress-Installation. Auf vielen Hostings hängt die Zustellung am Zeitplaner von WordPress und damit an Seitenaufrufen; Sicherheits- und Caching-Plugins blockieren ausgehende Aufrufe. Deshalb läuft zusätzlich ein zeitgesteuerter Abgleich, der nachzieht, was nicht angekommen ist.
Wie wird verhindert, dass eine Testumgebung echte Rechnungen erzeugt?
Das ist der häufigste Zwischenfall bei WordPress-Projekten: Eine Kopie der Seite wird zum Testen aufgesetzt und behält die produktiven Zugangsdaten. Deshalb wird die Shop-Adresse bei jedem Lauf gegen einen erwarteten Wert geprüft, und der Testbetrieb läuft gegen einen getrennten sevDesk-Zugang.
Wer vergibt die Rechnungsnummer?
sevDesk, sofern nichts anderes vereinbart ist. Erzeugt der Shop über ein Rechnungs-Plugin ebenfalls Nummern, existieren zwei Nummernkreise für denselben Vorgang, und der Kunde erhält womöglich zwei unterschiedliche Belege. Vor dem Bau wird deshalb entschieden, welches System den Beleg gegenüber dem Kunden ausstellt.
Funktioniert das mit WooCommerce Subscriptions?
Ja. Jede Verlängerung erzeugt eine eigene Bestellung und damit einen eigenen Beleg. Zu entscheiden ist, ob der Erlös periodengerecht abgegrenzt werden soll, etwa bei Jahresabonnements, und wie Kündigungen mitten in der Periode behandelt werden. Beides ist eine Absprache mit dem Steuerbüro und keine technische Frage.
Was kostet der Betrieb und wie lange dauert die Einrichtung?
Ein Shop mit einem Steuergebiet, einer Währung und zwei bis drei Zahlarten steht in wenigen Werktagen. EU-Steuersätze, Reverse Charge, mehrere Währungen oder Abonnements verlängern das auf ein bis drei Wochen. Ein Einstiegsumfang beginnt bei 5.000 EUR, laufende Toolkosten liegen bei 50 bis 200 EUR pro Monat.
Was leistet die Integration ausdrücklich nicht?
Sie korrigiert keine falsche Steuerklasse an Produkten, erstellt keine Umsatzsteuervoranmeldung und ersetzt keine Prüfung durch das Steuerbüro. Sie macht instabiles WordPress-Hosting nicht stabil, migriert keine historische Buchhaltung, führt keine Lagerbestände und ist keine zertifizierte Schnittstelle.

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