Zum Hauptinhalt springen
Möglicher AufbauKI & Wissen

Interne Wissens-KI: RAG-Assistent, DSGVO-konform

Ein RAG-Chatbot beantwortet Team-Fragen aus Confluence, Jira und Git — On-Premise, mit Quellenangaben statt Halluzinationen. Demo-Referenzarchitektur.

Branche
Technik · Wissensmanagement
Aufbau, geschätzt
8 Wochen

Auf einen Blick

Es beginnt mit
Mitarbeiter-Frage
Die Maschine übernimmt
9 von 9 Schritten
Beim Menschen bleibt
Nichts — der Ablauf läuft durch
Unterm Strich
<30 SekSuchzeit pro Frage

Das Problem

„Frag mal Markus, der weiß das." — Markus ist im Urlaub. Oder seit drei Monaten nicht mehr im Unternehmen.

Das Wissen ist ja da: in Confluence-Seiten, Jira-Tickets, README-Dateien, alten Architektur-Entscheidungen. Nur findet es niemand. Also wird dieselbe Frage zum vierten Mal im Team-Chat gestellt, der Senior-Entwickler unterbricht zum vierten Mal seine Arbeit — und die Doku, die es beantwortet hätte, bleibt ungelesen.

Die naheliegende Abkürzung — interne Doku in ein öffentliches KI-Tool kopieren — ist für viele Unternehmen keine Option. Quellcode, Kundendaten, Betriebsgeheimnisse in einer fremden Cloud? Eben.

Dieser Showcase zeigt den anderen Weg: eine Wissens-KI, die im eigenen Netz läuft, nur antwortet, was sie belegen kann, und nur zeigt, was der Fragende sehen darf.

Entwicklungs- und Engineering-Teams verlieren täglich Zeit mit Wissenssuche: Die Antwort existiert irgendwo in Confluence, Jira, GitLab oder auf Netzlaufwerken — aber die Suche dauert 20 bis 30 Minuten oder endet beim erfahrensten Kollegen, der dadurch selbst nicht mehr zum Arbeiten kommt. Bei neuen Mitarbeitenden zieht sich die Einarbeitung über Monate, weil Wissen nur über Zuruf weitergegeben wird.

Gleichzeitig verbieten Datenschutz und IP-Schutz die einfache Lösung: Interne Dokumentation, Quellcode oder Kundendaten dürfen nicht in öffentliche KI-Dienste kopiert werden. Gerade in regulierten oder sicherheitskritischen Umfeldern kommt hinzu: Nicht jeder darf alles sehen. Ein Wissens-Chatbot, der Berechtigungen ignoriert, wäre ein größeres Risiko als gar keiner. Und ein Chatbot, der bei Wissenslücken überzeugend klingende Antworten erfindet, untergräbt das Vertrauen schneller, als er Nutzen stiftet.

Eine Frau liest am Fenster einen ausgedruckten Leitfaden, einen Textmarker in der Hand.

Szene nachgestellt

Mittwoch, 14:40

Wo stand noch mal die Regel für Reisekosten?

Die Antwort steht irgendwo im Wiki, in einer PDF oder in einer Mail von 2023. Die Wissens-KI findet sie und sagt, woher sie stammt.

Der Ablauf, Schritt für Schritt

Scrollen Sie durch. Das Diagramm bleibt stehen und markiert den Schritt, bei dem Sie gerade sind.

Der Ablauf01 / 09
  1. 01

    Mitarbeiter-Frage

    Slack / Web-UI

    Ein Mitarbeiter stellt eine Frage — direkt im Slack-Channel oder über die interne Web-Oberfläche. Zum Beispiel: „Wie deployen wir den Service X auf die Staging-Umgebung?"

  2. 02

    SSO & Berechtigungen

    Keycloak

    Das System prüft über das Single Sign-On (Keycloak), wer fragt — und lädt dessen Gruppen und Berechtigungen. Diese bestimmen, welche Wissensquellen für die Antwort überhaupt infrage kommen.

  3. 03

    Vektor-Suche

    Qdrant, ACL-gefiltert

    Die Frage wird in einen Vektor umgewandelt und gegen die Qdrant-Datenbank gesucht. Entscheidend: Die Suche ist hart auf Dokumente gefiltert, die der Fragende im Quellsystem sehen dürfte.

  4. 04Verzweigung

    Quellen gefunden?

    Das System entscheidet: Gibt es ausreichend relevante, belastbare Textabschnitte für eine fundierte Antwort — oder nicht?

  5. 05

    On-Prem LLM

    Antwort generieren

    Das lokal betriebene LLM (Ollama auf eigener GPU-Hardware) formuliert die Antwort ausschließlich aus den gefundenen Abschnitten. Es darf nichts hinzuerfinden — jede Aussage muss sich auf eine Quelle stützen.

  6. 06

    Ehrliche Lücke

    Ansprechpartner nennen

    Keine belastbare Quelle? Dann erfindet das System nichts, sondern antwortet ehrlich: „Dazu habe ich keine dokumentierte Antwort" — und nennt den fachlich zuständigen Ansprechpartner.

  7. 07

    Antwort + Quellen

    Links & Stand

    Die Antwort wird mit Quellenangaben ausgeliefert: Links zu den Confluence-Seiten, Jira-Tickets oder READMEs inklusive Datum des letzten Stands. Jede Aussage ist nachprüfbar.

  8. 08

    Audit-Log

    DSGVO-Löschfristen

    Frage, Antwort und genutzte Quellen werden im Audit-Log dokumentiert — mit definierten Löschfristen nach DSGVO. So bleibt nachvollziehbar, wer wann welches Wissen abgerufen hat.

  9. 09

    Abgeschlossen

    Feedback erfasst

    Der Mitarbeiter bewertet die Antwort mit einem Klick. Das Feedback fließt in die Verbesserung der Suche und deckt Dokumentationslücken systematisch auf.

Was sich ändert

Möglicher Aufbau, kein fertiges Produkt

Die Zahlen sind modellierte Zielwerte für einen möglichen Aufbau, abgeleitet aus Branchenwerten und eigenen Tests. Sie stammen nicht aus einem Kundenprojekt, echte Werte hängen von Ihrem Betrieb ab. Wir verkaufen diesen Aufbau nicht als fertiges Produkt: Wir messen, wo Ihr Engpass liegt, und bauen dann mit Ihrem Team. Für zertifizierungspflichtige Systeme (etwa KIS, gematik, DATEV-zertifiziert) arbeiten wir mit spezialisierten Partnern.

Vorher vs. Nachher

AspektVorherNachher
WissenssucheVorher: 20–30 Min über Confluence, Jira, ChatsNachher: Eine Frage, Antwort in Sekunden
DatenflussVorher: Copy-Paste in externe KI-ToolsNachher: 100% On-Premise, nichts verlässt das Netz
VerlässlichkeitVorher: Veraltete Doku, HörensagenNachher: Jede Antwort mit Quellenlink und Stand
ZugriffsschutzVorher: Wissen per Zuruf, unkontrolliertNachher: Antworten respektieren Berechtigungen

Technik

Technologie-Stack

n8nOllama (On-Premise LLM)Qdrant Vector DBConfluence APIJira APIGitLabKeycloak SSODocker

Integrationen

Systeme, an die dieser Aufbau anschließen kann

Ollama (On-Premise LLM)KI-Engine
Lokal betriebenes offenes Sprachmodell auf eigener GPU-Hardware — Antwortgenerierung ohne externe API
QdrantVektor-Datenbank
Semantische Suche über alle indexierten Wissensquellen mit ACL-Filterung pro Anfrage
Confluence & JiraWissensquellen
Nächtliche Synchronisation von Seiten und Tickets inklusive Original-Berechtigungen
GitLabCode & Doku
READMEs, Architektur-Entscheidungen und Wikis aus den Repositories — mit Secrets-Filter
KeycloakSSO & Berechtigungen
Single Sign-On und Gruppenauflösung — bestimmt, welche Quellen pro Nutzer durchsucht werden

Sicherheit & Compliance

Worauf der Aufbau achtet

100% On-Premise
LLM, Vektor-Datenbank und Workflows laufen vollständig auf eigener Infrastruktur. Keine externen KI-APIs, einsetzbar auch in abgeschotteten Netzen.
Berechtigungs-Vererbung
Zugriffsrechte aus Confluence, Jira und GitLab werden bei jeder Suche durchgesetzt. Niemand bekommt Antworten aus Dokumenten, die er nicht öffnen dürfte.
Secrets-Redaktion
API-Keys, Tokens und Zugangsdaten werden vor der Indexierung erkannt und entfernt — sie erreichen den Suchindex gar nicht erst.
Audit-Log & DSGVO
Jede Frage und Antwort wird revisionssicher protokolliert, mit definierten Löschfristen und Auskunftsfähigkeit nach DSGVO.

Häufige Fragen

Nein. Das Sprachmodell läuft per Ollama auf eigener Hardware, die Vektor-Datenbank und alle Workflows ebenfalls. Es gibt keine API-Aufrufe an externe KI-Dienste — weder beim Indexieren noch beim Beantworten. Die Architektur funktioniert auch in Netzen ohne Internetzugang.
Durch drei Mechanismen: Das LLM darf nur aus den gefundenen Dokumenten-Abschnitten antworten (Retrieval-Augmented Generation), jede Aussage braucht eine Quellenangabe mit Link, und wenn die Suche keine belastbare Quelle liefert, antwortet das System ehrlich mit „weiß ich nicht" statt zu raten. Die Antwortqualität wird zusätzlich über Stichproben-Reviews und Nutzer-Feedback überwacht.
Vor der Indexierung läuft jedes Dokument durch eine Redaktionspipeline, die API-Keys, Tokens, Zugangsdaten und personenbezogene Daten per Muster- und KI-Erkennung identifiziert und entfernt. Sensible Inhalte landen so gar nicht erst im Suchindex — das ist robuster, als sie erst bei der Ausgabe zu filtern.
In dieser Referenzarchitektur: Confluence, Jira und GitLab. Grundsätzlich jede Quelle mit API oder Dateizugriff — SharePoint, Netzlaufwerke, interne Datenbanken oder Anforderungsmanagement-Systeme. Die Indexierungs-Pipeline in n8n ist modular aufgebaut, neue Quellen werden als zusätzlicher Sync-Zweig ergänzt.
Weniger als oft angenommen. Für Teams bis etwa 200 Nutzer reicht in der Regel ein einzelner Server mit einer aktuellen GPU, da Anfragen kurz sind und sich gut in Warteschlangen verwalten lassen. Die Modellgröße wird auf die Hardware abgestimmt — für Wissensfragen mit Quellenkontext liefern auch mittelgroße offene Modelle sehr gute Ergebnisse.