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Shopify + lexoffice Integration

Shopify-Bestellungen erzeugen in lexoffice Kontakte, Rechnungen und Gutschriften. Übertragen werden Positionen, die Steuersätze aus den tax_lines, Rechnungs- und Lieferadresse, Zahlungsstatus sowie Retouren und Teilerstattungen. Diese Seite beschreibt die Referenzarchitektur: welche Datenobjekte wandern, welche Sonderfälle in der Praxis brechen und welche Entscheidungen vor dem Bau getroffen werden müssen.

Shopifylexoffice

Ergebnisse & Vorteile

95%
Weniger manuelle Dateneingabe in der Buchhaltung
3-5h
Zeitersparnis pro Woche bei der Rechnungsverarbeitung
0
Fehler durch manuelle Übertragung
Echtzeit
Synchronisation zwischen Shop und Buchhaltung

So funktioniert es

1

Ereignis aus Shopify entgegennehmen

Der Webhook auf den bezahlten Bestellstatus liefert die Bestellung mit Positionen, tax_lines, Adressen und Transaktionen. Die Webhook-Kennung wird gespeichert, bevor irgendetwas anderes passiert. Shopify stellt Ereignisse mehrfach zu, und ohne diese Sperre erzeugt jede Wiederholung eine zweite Rechnung in lexoffice.

2

Bestellung neu laden statt der Nutzlast vertrauen

Zwischen Auslösung und Verarbeitung kann die Bestellung storniert, erstattet oder bearbeitet worden sein. Die Verarbeitung liest den aktuellen Stand über die Shopify-API und arbeitet mit diesem. Damit spielt die Reihenfolge der eingehenden Ereignisse keine Rolle mehr, was eine ganze Klasse sporadischer Fehler beseitigt.

3

Steuer- und Kontenzuordnung anwenden

Jede Position wird über Steuersatz, Lieferland und Kundenart auf eine Steuerregel in lexoffice abgebildet, ebenso Versandkosten und Rabatte. Für jede Kombination, die in der Zuordnungstabelle fehlt, bricht die Verarbeitung ab. Ein geratener Steuerschlüssel kostet später deutlich mehr als ein liegengebliebener Vorgang.

4

Kontakt suchen oder anlegen

Der Kontakt wird über die gespeicherte Shopify-Referenz gesucht, ersatzweise über die normalisierte E-Mail-Adresse. Abweichende Rechnungs- und Lieferadressen werden getrennt übernommen. Bei einem Treffer wird die Adresse nur dann überschrieben, wenn Shopify vorher als führendes System für Stammdaten festgelegt wurde.

5

Beleg in lexoffice erzeugen

Rechnung oder Gutschrift wird angelegt, die Belegnummer vergibt lexoffice. Die Shopify-Bestellnummer wird als externe Referenz mitgeschrieben, damit jeder Beleg in beide Richtungen auffindbar bleibt. Anschließend prüft ein Vergleich von Netto-, Steuer- und Bruttosumme, ob Shop und Buchhaltung denselben Betrag zeigen.

6

Abgleich, Alarmierung und Nachlauf

Ein nächtlicher Lauf vergleicht die an diesem Tag bezahlten Bestellungen mit den erzeugten Belegen und meldet jede Lücke per Slack oder E-Mail an eine benannte Person. Ratenbegrenzungen der lexoffice-API werden mit Wartezeit und Wiederholung abgefangen, nicht mit Überspringen.

Anwendungsfälle

Rechnung aus der bezahlten Bestellung

Auslöser ist nicht die Bestellung selbst, sondern der Wechsel des financial_status auf paid. Aus Positionen, Versandkosten, Rabatten und den tax_lines entsteht eine lexoffice-Rechnung mit denselben Netto-, Steuer- und Bruttobeträgen wie im Shop. Weicht die Summe um Rundungscent ab, wird der Vorgang angehalten statt gebucht.

Kontakte ohne Dubletten

Gastbestellungen liefern keine Kundennummer, nur eine E-Mail-Adresse. Als Schlüssel dient deshalb die normalisierte Adresse plus die am lexoffice-Kontakt hinterlegte Shopify-Referenz. Ohne diese Referenz entstehen bei jedem Gastkauf neue Kontakte, und der Bericht über offene Posten zerfällt in Dutzende Karteileichen desselben Kunden.

Teilerstattungen und Gutschriften

Eine festgeschriebene Rechnung lässt sich in lexoffice nicht mehr ändern. Jede Retoure, jede Teilerstattung und jede nachträgliche Rabattkorrektur wird deshalb als eigene Gutschrift mit der Steueraufteilung der ursprünglichen Positionen abgebildet. Erstattet Shopify nur die Versandkosten, darf die Gutschrift nicht den Steuersatz der Ware verwenden.

Umsatzsteuer über Landesgrenzen

B2C-Lieferungen in andere EU-Staaten laufen über den One-Stop-Shop mit dem Steuersatz des Bestimmungslands, B2B-Lieferungen mit geprüfter USt-IdNr. steuerfrei als innergemeinschaftliche Lieferung. Die Integration übernimmt die Behandlung, die Shopify tatsächlich angewandt hat, und meldet jede Kombination, für die keine Zuordnung hinterlegt ist.

Zahlungsabgleich und Sammelauszahlung

Auf dem Bankkonto erscheint nicht die einzelne Bestellung, sondern eine Sammelauszahlung abzüglich Gebühren. Deshalb wird der Shopify-Payments-Saldo als Verrechnungskonto geführt: Rechnungen gleichen gegen den Saldo aus, die Auszahlung gegen die Bank, die Gebühr als eigener Aufwand.

Fehlerqueue statt stiller Fehlbuchung

Nicht zuordenbare Vorgänge, etwa eine Bestellung mit unbekannter Steuerkombination oder ein wegen Ratenbegrenzung abgewiesener lexoffice-Aufruf, landen mit Klartextgrund in einer Wiedervorlage und werden nach der Korrektur erneut ausgeführt. Nichts wird geraten, und nichts verschwindet unbemerkt zwischen zwei Systemen.

Häufig gestellte Fragen

Was löst die Rechnung aus: die Bestellung oder die Zahlung?
Das ist die erste Entscheidung im Projekt. Bei Vorkasse und Kauf auf Rechnung muss der Beleg vor dem Zahlungseingang existieren, bei Kartenzahlung ist der Wechsel des financial_status auf paid der sauberere Auslöser. Wir legen den Auslöser je Zahlart fest, weil eine einzige Regel für alle Zahlarten zuverlässig entweder zu früh oder zu spät bucht.
Wie werden Teilerstattungen und Retouren abgebildet?
Shopify liefert zu jeder Erstattung die betroffenen Positionen und deren Steueranteil. Daraus entsteht eine Gutschrift in lexoffice, die genau diese Positionen spiegelt. Eine bereits festgeschriebene Rechnung wird nicht nachträglich verändert. Wird nur der Versand erstattet, folgt die Gutschrift dem Steuersatz der Versandposition und nicht dem der Ware.
Was passiert bei doppelt zugestellten Webhooks?
Shopify garantiert Zustellung, aber nicht Einmaligkeit. Jede eingehende Nachricht wird mit ihrer Webhook-Kennung und der Bestellnummer gespeichert, bevor ein Beleg entsteht, sodass eine Wiederholung erkannt und verworfen wird. Ohne diese Sperre stehen am Monatsende doppelte Rechnungen im Bericht über offene Posten.
Wie geht die Integration mit OSS und Reverse Charge um?
Sie überträgt die Steuerbehandlung, die Shopify zum Bestellzeitpunkt berechnet hat, und ordnet sie einer Steuerregel in lexoffice zu. Sie entscheidet nicht selbst über Steuerpflichten. Ist die Steuerkonfiguration im Shop falsch, etwa bei fehlender OSS-Registrierung oder ungeprüfter USt-IdNr., wird der Fehler exakt übertragen und nicht behoben.
Wie werden Geschenkgutscheine behandelt?
Der Verkauf eines Gutscheins ist kein Erlös, sondern eine Verbindlichkeit; Erlös entsteht erst bei Einlösung. In Shopify erscheint der Verkauf als eigene Bestellung und die Einlösung als Zahlart einer anderen Bestellung. Wer beides als Umsatz bucht, weist denselben Umsatz zweimal aus. Die Behandlung wird deshalb vor dem Start ausdrücklich festgelegt.
Was passiert mit den Gebühren von Shopify Payments?
Die Auszahlung auf dem Bankkonto ist eine Sammelbuchung nach Abzug der Gebühren. Gebucht wird trotzdem brutto: Erlös in voller Höhe, Gebühr als eigener Aufwand, Differenz über ein Verrechnungskonto. Wird stattdessen der Auszahlungsbetrag als Erlös gebucht, passt der ausgewiesene Umsatz nicht mehr zur Umsatzsteuervoranmeldung.
Können bestehende Bestellungen nachträglich importiert werden?
Ja, ein Import über einen definierten Zeitraum ist möglich. Vorher wird geklärt, welche Perioden bereits gebucht oder vom Steuerbüro abgeschlossen sind. Ein Nachimport in einen abgeschlossenen Zeitraum erzeugt Doppelbuchungen, die einzeln zurückgenommen werden müssen. In der Regel starten wir mit dem laufenden Monat und lassen Altdaten unangetastet.
Wie lange dauert die Einrichtung und was kostet sie?
Eine Standardanbindung mit einem Steuergebiet, einer Währung und einer Zahlart steht in wenigen Werktagen. Mehrere Länder, OSS, Fremdwährung oder mehrere Gesellschaften verlängern das auf ein bis drei Wochen, weil die Zuordnungstabelle abgestimmt und getestet werden muss. Ein Einstiegsumfang beginnt bei 5.000 EUR, laufende Toolkosten liegen bei 50 bis 200 EUR pro Monat.
Was passiert, wenn Shopify oder lexoffice nicht erreichbar ist?
Der Vorgang bleibt in der Warteschlange und wird mit wachsendem Abstand erneut versucht. Erst wenn mehrere Versuche scheitern, geht eine Meldung an eine benannte Person, nicht an einen Sammelverteiler. Die Regel dahinter ist wichtiger als der Mechanismus: kein Vorgang wird verworfen, und kein Fehler landet nur in einem Protokoll, das niemand liest.
Wer führt die Kundenstammdaten?
Das wird vor dem Bau festgelegt und danach nicht mehr gemischt. Führt Shopify die Kundendaten, überschreibt jede Bestellung die Adresse in lexoffice. Führt lexoffice, bleiben dort gepflegte Korrekturen bei der nächsten Bestellung erhalten. Ohne diese Festlegung überschreiben sich beide Systeme abwechselnd, und am Ende traut niemand mehr einer der beiden Adressen.
Wie wird getestet, ohne echte Belege zu erzeugen?
Shopify bietet Entwicklungs-Stores und Testbestellungen. Für lexoffice wird ein getrennter Testzugang verwendet, weil erzeugte Belege in einem produktiven Mandanten nicht spurlos entfernt werden können. Vor der Umstellung werden die Zugangsdaten getauscht und der Testzugang gesperrt, damit keine Testbelege in die produktive Buchhaltung laufen.
Was leistet die Integration ausdrücklich nicht?
Sie ersetzt nicht die Prüfung durch das Steuerbüro und erstellt weder die Umsatzsteuervoranmeldung noch die OSS-Meldung. Sie korrigiert keine falschen Steuereinstellungen an Produkten im Shop und migriert keine historische Buchhaltung. Sie ist keine zertifizierte Schnittstelle, sondern eine dokumentierte Anbindung über die offiziellen Programmierschnittstellen beider Systeme.

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