Rechnungsprüfung automatisieren – 12→2 Tage Durchlauf
Eingangsrechnungen automatisiert: Three-Way-Match, ZUGFeRD & XRechnung, rollenbasierte Freigabe. Durchlaufzeit 12→2 Tage, Skonto >90%, GoBD-konform.
Rechnungsprüfungs-Workflow
Von Rechnungseingang über Three-Way-Match bis zur automatisierten Buchung – mit rollenbasierter Freigabe und GoBD-Archivierung.
Vorher vs. Nachher
| Aspekt | Vorher | Nachher |
|---|---|---|
| Durchlaufzeit Eingang → Buchung | ~12 Tage | ~2 Tage |
| Manuelle Prüfzeit pro Rechnung | 12-18 Min | 1-2 Min (Freigabe) |
| Skonto-Nutzung | ~40% genutzt | >90% genutzt |
| Three-Way-Match | Stichprobenhaft | 100% positionsgenau |
| E-Rechnung (XRechnung/ZUGFeRD) | Manuell konvertiert | Nativ geparst nach EN 16931 |
| Audit-Bereitschaft | Vorbereitung je Audit ~2 Wochen | Permanent, ein Klick Export |
Die Herausforderung
Ab etwa 150 Eingangsrechnungen im Monat wird die manuelle Rechnungsprüfung zur strukturellen Engstelle. Der Standard-Ablauf: Rechnung kommt per E-Mail, PDF, Post oder seit 2025 verpflichtend als XRechnung/ZUGFeRD bei öffentlichen Auftraggebern – Buchhalter öffnet jede einzelne, gleicht sie gegen die Bestellung in SAP oder Odoo ab, gleicht den Wareneingang ab (Three-Way-Match), prüft Preise, Mengen, Rabatte, MwSt, wählt die richtige Kostenstelle, leitet die Rechnung per E-Mail oder Ticketsystem an den sachlichen Freigeber weiter, erinnert nach 5 Tagen, nach 10 Tagen, bucht nach Freigabe in DATEV oder SAP FI, archiviert GoBD-konform. 12-18 Minuten pro Rechnung, 5-8% Fehlerquote bei manueller Eingabe. Bei 300 Rechnungen/Monat = 80-90 Stunden reine Prüfzeit. Die versteckten Kosten sind größer: verpasste Skonti (typisch 2% bei Zahlung in 10 Tagen statt 30 = 0,7% vom Einkaufsvolumen), Doppelzahlungen bei übersehenen Duplikaten, Lieferanten-Eskalationen bei langsamer Bearbeitung, Audit-Findings bei lückenhaftem Three-Way-Match. Die Umstellung auf E-Rechnung (XRechnung/ZUGFeRD-Pflicht ab 2025 für öffentliche Aufträge, 2027 B2B-weit) macht den manuellen Prozess nicht nur teuer, sondern bald auch regulatorisch unzureichend.
Unsere Lösung
Eine Eingangsrechnungs-Pipeline, die drei Einfallstore abdeckt: klassische PDF- oder Scan-Rechnung (via OCR + KI-Strukturerkennung), digitale PDF mit eingebettetem ZUGFeRD-XML (CII-Format direkt parsen) und reine XRechnung (UBL/CII über Peppol oder E-Mail-Import). Alle drei landen in einem einheitlichen Datenmodell. Die Pipeline führt automatisch den Three-Way-Match gegen Ihr ERP (SAP S/4HANA, Odoo, Business Central, ERPNext): Bestellnummer zuordnen, Positionen mit Wareneingang abgleichen, Preisabweichungen markieren, Mengenabweichungen markieren. Für jede Abweichung > Toleranz (konfigurierbar, meist 2-5%) geht die Rechnung in einen strukturierten Klärungs-Workflow. KI (Claude oder GPT-4) erkennt Kostenstelle und Sachkonto aus historischen Buchungen mit hoher Genauigkeit, schlägt aber bei geringer Konfidenz manuelle Prüfung vor. Der Freigabe-Workflow ist rollenbasiert: sachlich durch den Fachbereich, betragsabhängig durch die Geschäftsführung (>10.000 € zweite Signatur, >50.000 € Vier-Augen-Prinzip). Nach Freigabe: automatische Buchung in DATEV Rechnungswesen, SAP FI oder Odoo, GoBD-konforme Archivierung inkl. Signatur-Trail. Ergebnis: Durchlaufzeit von ~12 Tagen auf ~2 Tage, Skontonutzung steigt auf >90%, Audit-Bereitschaft wird permanent statt punktuell.
Hauptmerkmale
Drei Einfallstore in einer Pipeline
Klassisches PDF (OCR + KI), ZUGFeRD-PDF (XML-Parse), XRechnung (UBL/CII via Peppol oder E-Mail). Alle drei landen im gleichen Datenmodell – kein Parallelprozess.
Automatischer Three-Way-Match
Bestellung, Wareneingang und Rechnung werden positionsgenau abgeglichen. Abweichungen > Toleranz (konfigurierbar) werden strukturiert in Klärungs-Workflow geleitet.
Rollenbasierte Freigabe-Kaskade
Sachlich durch Fachbereich, betragsabhängig durch GF (>10k € zweite Signatur, >50k € Vier-Augen). Stellvertreter-Regel und Eskalation bei Verzögerung.
KI-Kostenstellenvorschlag
Claude/GPT-4 schlägt Sachkonto und Kostenstelle aus historischen Buchungen vor. Hohe Trefferquote, Mensch bestätigt mit einem Klick.
E-Rechnung ohne Migration
XRechnung- und ZUGFeRD-2.x-ready. Validierung nach EN 16931, optional Peppol-Anbindung. Bereit für B2B-Pflicht 2027.
Automatische Buchung nach Freigabe
Native Integration in DATEV Rechnungswesen, SAP FI, Odoo Accounting oder Microsoft Business Central. Voller Belegfluss, kein manuelles Nachbuchen.
Ergebnisse
Durchlaufzeit von 12 auf 2 Tage, Skonto-Quote >90%, 80% weniger manuelle Prüfzeit, ZUGFeRD/XRechnung-ready
Diese Zahlen zeigen die erwartete Größenordnung dieser Referenz-Architektur – basierend auf Branchen-Benchmarks, öffentlichen Studien zu vergleichbaren Setups und unseren eigenen Tests mit echtem Stack. Tatsächliche Ergebnisse im Live-Einsatz variieren je nach Unternehmensgröße, Prozessreife und Integrationstiefe.
Integrationen
Nahtlose Anbindung an Ihre bestehende Infrastruktur
DATEV Rechnungswesen / Unternehmen Online
ERP / BuchhaltungNative DATEVconnect-Integration für Kanzleien und Mittelstand
SAP S/4HANA / Business One
ERPOData- und BAPI-Schnittstellen für Bestellabgleich und Buchung in SAP FI
Odoo / ERPNext
ERP (Open Source)REST-API-Anbindung an Odoo Accounting und ERPNext für offene Stacks
Microsoft Business Central
ERPMicrosoft Graph API für Dynamics 365 Business Central und Legacy NAV
Peppol Access Point
E-RechnungEmpfang von XRechnung über Peppol für öffentliche Aufträge und B2B-Pflicht 2027
Google Cloud Vision / Azure Document Intelligence
OCRHochpräzise Texterkennung für klassische PDF- und Scan-Rechnungen
Sicherheit & Compliance
Enterprise-ready mit höchsten Sicherheitsstandards
GoBD-konforme Originalarchivierung
Eingangsrechnung wird sofort nach Eingang gehasht, unveränderbar 10 Jahre archiviert. BMF-Schreiben 28.11.2019 konform.
EN 16931 / XRechnung-Validierung
Automatische Schema-Validierung nach EN 16931, UBL 2.1 und CII D16B. Invalide Rechnungen werden mit konkretem Fehler-Bericht abgelehnt.
Rollenbasierter Zugriff (RBAC)
Granulare Rechte nach Rolle, Kostenstelle und Betragsgrenze. Stellvertreter-Mechanismen revisionssicher protokolliert.
DSGVO & EU-Hosting
Verarbeitung in EU-Rechenzentren, AV-Vertrag nach Art. 28, Löschfristen automatisch. Lieferantendaten geschützt.
Technologie-Stack
Häufige Fragen
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