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Tools & Preise

Make.com vs. Zapier Kosten 2026: Tool-Kosten aus 3 echten Mittelstand-Implementierungen

Was die offizielle Preisliste nicht zeigt: Operations-Hochrechnungen aus drei dokumentierten Projekten (Rechnungsverarbeitung, Dokumenten-Freigabe, Klinik-Briefe), versteckte Kostenfallen und ein Diagnose-Block für Ihr Setup.

16 min Lesezeit
Aktualisiert: 27. April 2026

Sie haben die offizielle Preisliste schon gesehen. Wahrscheinlich auch zehn Vergleichstabellen. Was die nicht zeigen: was beide Plattformen in einem realen Projekt an monatlicher Tool-Lizenz erzeugen — über die Listenpreise hinaus, mit den Premium-Apps, die der Vertrieb nicht erwähnt, und den Operations-Sprüngen, die im zweiten Monat passieren.

Dieser Artikel rechnet die Kosten an drei dokumentierten Implementierungen aus unseren Showcases durch. Volumen, Architektur und Integrationen sind öffentlich nachvollziehbar — die Tool-Kosten ergeben sich daraus mathematisch, nicht aus Werbeprosa. Wenn Ihr Setup ähnlich aussieht (DATEV-Anbindung, OCR-Pipeline, Multi-System-Orchestrierung), bekommen Sie hier eine belastbare Entscheidungsgrundlage statt eines Listicles.

Einen Funktionsvergleich inklusive n8n finden Sie in Zapier vs. Make.com vs. n8n. Hier geht es ausschliesslich um Kosten.

Hinweis: Wir sind unabhängig und weder Partner von Make.com noch von Zapier. Die Tool-Kosten unten sind Hochrechnungen auf Basis der publizierten Operations-/Task-Preise (Stand April 2026) und der dokumentierten Volumina aus unseren Showcases.
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Was die offizielle Preisliste nicht zeigt — drei Real-World-Anker

Bevor wir in Tabellen einsteigen: Hier sind drei Implementierungen, an denen wir die Kosten-Realität festmachen. Die Volumina, FTE-Zahlen und Integrationen sind in den verlinkten Showcase-Seiten dokumentiert. Die Tool-Lizenz-Hochrechnungen rechnen wir auf Basis dieser Volumina nach den 2026-Listenpreisen.

Anker 1 — Rechnungsverarbeitung mit OCR + KI (Showcase)

  • Volumen: über 500 Rechnungen/Monat aus mehr als 200 Lieferanten in PDF, Scan, E-Mail und Fax
  • Architektur: Google Cloud Vision (OCR) → GPT-4 (Extraktion) → mehrstufige Validierung → SAP-Buchung
  • Pro Rechnung typisch: 6–8 Operations (OCR-Aufruf, KI-Klassifikation, Duplikatsprüfung, Stammdaten-Lookup, SAP-Push, Logging, ggf. Mail-Notify)
  • Monatliches Operations-Volumen: ca. 3.000 – 4.000 Operations
  • Make.com (Core, $10,59/Mo): 10.000 Ops/Monat reichen mit Puffer. ~ €11/Monat
  • Zapier (Professional, $49/Mo): 2.000 Tasks reichen NICHT. Es bräuchte das Team-Tier oder Overage. Kalkulation auf Team-Tier mit 2.000 Tasks/User: ein Single-User-Account ist überfordert, realistisch wäre Professional + ~2.000 Overage-Tasks zu €0,02/Stück = ~ €89–95/Monat
  • Differenz/Jahr: Tool-Lizenz allein ~ €950 mehr bei Zapier. Bei Skalierung auf 1.500 Rechnungen/Monat (was die Lösung problemlos bewältigt) wächst die Differenz auf €5.000–8.000/Jahr.

Anker 2 — Digitale Dokumenten-Freigabe (Showcase)

  • Volumen: ein einziger verspäteter Vertrag in dieser Branche kann €500.000 Kundenwert kosten. Der Showcase dokumentiert 75% schnellere Freigaben, 2 eingesparte FTEs, 0 verlorene Dokumente.
  • Architektur: Google Drive/SharePoint → Workflow-Engine (Eskalation, Stellvertreter, parallele Wege) → DocuSign → Slack-Notify
  • Pro Dokument typisch: 8–12 Operations je nach Eskalationsstufen
  • Annahme: 200 Genehmigungsvorgänge/Monat × 10 Ops = 2.000 Operations
  • Make.com (Core, $10,59): liegt unter 10.000-Limit. ~ €11/Monat
  • Zapier (Professional, $49): 2.000 Tasks ist exakt am Limit — ein Eskalations-Spike (z.B. Quartalsende mit 350 Vorgängen) erzeugt sofort Overage. Kalkulation Professional + sporadisches Overage: ~ €55–65/Monat
  • Hidden cost bei Zapier: Stellvertreter-Logik braucht Paths (ab Professional). Bei Make in Core enthalten.

Anker 3 — Arztbrief-Automatisierung (Showcase)

  • Volumen: 150+ Briefe/Tag vollautomatisiert, 5–7 integrierte Systeme (KIS, LIS, RIS, Apotheke, OP-Doku), eIDAS-konformer KIM-Versand
  • Pro Brief typisch: 12–18 Operations (KIS-Lookup × N, FHIR/HL7-Aggregation, KI-Strukturierung, Signatur-Trigger, KIM-Versand, Audit-Log)
  • Monatliches Operations-Volumen: 150 × 22 Werktage × 15 Ops = ~ 49.500 Operations/Monat
  • Make.com (Pro, $18,82 + Operations-Pakete): 10.000 inklusiv + ~ 40.000 Extra-Ops zu €4–8 pro 10k = ~ €25 Zusatz. Gesamt ~ €44/Monat
  • Zapier: 49.500 Tasks/Monat existiert in keinem Standard-Plan unter Enterprise. Custom-Quote nötig, realistisch €800–1.500/Monat für vergleichbare Volumen-Limits + Premium-Apps + Multi-Step-Quoten.
  • Differenz/Jahr: Tool-Lizenz allein €9.000–17.000. Bei diesem Volumen ist Zapier wirtschaftlich kein ernsthafter Kandidat mehr.

Was diese drei Anker zeigen

  • Bei <2.000 Operations/Monat sind die Kosten praktisch identisch (€10 vs €40), Toolwahl entscheidet sich an Features, nicht an Geld.
  • Zwischen 2.000 und 10.000 Operations beginnt der Sprung: Make.com bleibt im Core-Tier, Zapier rutscht in Professional + Overage.
  • Über 10.000 Operations wird Zapier wirtschaftlich grenzwertig. Anker 3 ist eine Volumengröße, ab der Zapier für die meisten Mittelständler vom Tisch ist.
  • Preismodelle im Überblick: So rechnen Make.com und Zapier ab

    Bevor wir die konkreten Zahlen vergleichen, müssen Sie verstehen, wie beide Tools abrechnen -- denn genau hier liegt der grösste Unterschied.

    Zapier: Tasks als Abrechnungseinheit

    Zapier rechnet in Tasks. Ein Task ist jede einzelne Aktion, die ein Zap (Workflow) ausführt -- ausgenommen der Trigger. Wenn Ihr Workflow 5 Schritte hat (1 Trigger + 4 Aktionen), verbraucht jede Ausführung 4 Tasks.

    Das bedeutet: Ein scheinbar einfacher Workflow kann bei 100 Ausführungen pro Tag schnell 12.000 Tasks im Monat verbrauchen.

    Make.com: Operations als Abrechnungseinheit

    Make.com rechnet in Operations. Jede Aktion -- inklusive Trigger -- zählt als 1 Operation. Das klingt zunächst ähnlich, ist aber in der Praxis fairer, weil Make.com deutlich mehr Operations pro Preisstufe bietet und die Kosten pro Operation wesentlich niedriger liegen.

    Warum der Unterschied entscheidend ist

    MerkmalZapier TasksMake.com Operations
    Trigger zählt mitNeinJa
    Interne Aktionen (Filter, Router)Zählen als TaskZählen nicht
    Kosten pro Einheit (Einstieg)~0,025€/Task~0,0009€/Operation
    Inkludierte Einheiten (Einstieg)750/Monat10.000/Monat

    Das Ergebnis: Make.com bietet im Einstiegsplan über 13x mehr Einheiten als Zapier -- bei einem niedrigeren Preis. Aber Zahlen allein erzählen nicht die ganze Geschichte.

    Alle Preispläne im Detail (Stand 2026)

    Zapier Preise 2026 (Quelle: zapier.com/pricing)

    PlanPreis/Monat (jährlich)Preis/Monat (monatlich)Tasks/MonatZapsMulti-StepBesonderheiten
    Free0€0€1005NeinNur 2-Step-Zaps
    Starter19€29€75020JaFilter, Formatter
    Professional49€69€2.000UnbegrenztJaPaths, Webhooks
    Team69€/User99€/User2.000UnbegrenztJaShared Workspace
    EnterpriseAuf AnfrageAuf AnfrageCustomUnbegrenztJaSSO, Admin-Controls
    Zusätzliche Tasks: Ab dem Professional-Plan können Sie Tasks nachkaufen. Die Kosten liegen bei ca. 0,01-0,03€ pro zusätzlichem Task, je nach Volumen.

    Make.com Preise 2026 (Quelle: make.com/pricing)

    PlanPreis/Monat (jährlich)Preis/Monat (monatlich)Operations/MonatSzenarienBesonderheiten
    Free0€0€1.0002 aktiveBasisfunktionen
    Core9€10,59€10.000UnbegrenztCustom Functions
    Pro16€18,82€10.000UnbegrenztPriority Execution, Full-text Log Search
    Teams29€34,12€10.000UnbegrenztTeam-Rollen, Shared Variables
    EnterpriseAuf AnfrageAuf AnfrageCustomUnbegrenztSSO, Dedicated Support, Custom Limits
    Zusätzliche Operations: Können in Paketen nachgekauft werden. 10.000 zusätzliche Operations kosten ca. 4-8€, abhängig vom Plan.

    Direkter Preisvergleich nach Plan-Niveau

    NiveauZapierMake.comErsparnis mit Make.com
    Gratis100 Tasks, 5 Zaps1.000 Ops, 2 Szenarien10x mehr Volumen
    Einstieg (~20€/Monat)750 Tasks10.000 Operations~93% mehr Volumen
    Mittelklasse (~50€/Monat)2.000 Tasks10.000 Ops + Pro-Features~80% mehr Volumen
    Team (~70€/User/Monat)2.000 Tasks/User10.000 Ops + Team-Features~80% mehr Volumen
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    Die versteckten Kosten: Was in den Preistabellen fehlt

    Die Listenpreise erzählen nur die halbe Geschichte. Beide Tools haben Kostenfallen, die erst im Betrieb sichtbar werden.

    Versteckte Kosten bei Zapier

    1. Premium Apps

    Viele beliebte Integrationen sind als "Premium" klassifiziert. Diese sind erst ab dem Starter-Plan verfügbar. Dazu gehören unter anderem Salesforce, HubSpot (Marketing), Microsoft Dynamics und diverse Datenbank-Konnektoren.

    2. Task-Explosion bei Multi-Step-Zaps

    Ein 10-Schritte-Workflow verbraucht 9 Tasks pro Ausführung. Bei 50 Ausführungen/Tag sind das 13.500 Tasks im Monat -- der Professional-Plan reicht dann nicht mehr.

    3. Overage-Kosten

    Wenn Sie Ihr Task-Limit überschreiten, werden zusätzliche Tasks automatisch berechnet. Die Preise liegen oft über dem regulären Pro-Rata-Preis.

    4. Keine Pause-Möglichkeit

    Pausierte Zaps verbrauchen keine Tasks, aber die Monatspauschale läuft weiter.

    Versteckte Kosten bei Make.com

    1. Operations-Verbrauch bei Fehlern

    Auch fehlgeschlagene Operations zählen zum Kontingent. Ein schlecht konfigurierter Workflow kann Operations "verbrennen".

    2. Daten-Transfer-Limits

    Jeder Plan hat ein Daten-Transfer-Limit (z.B. 1 GB beim Core-Plan). Wer grosse Dateien verarbeitet, braucht schnell einen höheren Plan.

    3. Ausführungszeit-Limits

    Workflows, die länger als das Zeitlimit laufen (abhängig vom Plan), werden abgebrochen. Für komplexe Prozesse kann ein Upgrade nötig sein.

    4. Webhooks und erweiterte Features

    Bestimmte Funktionen wie Custom Webhooks, Volltext-Logsuche und Priority Execution sind erst ab dem Pro-Plan verfügbar.

    Gesamtkosten-Vergleich (Total Cost of Ownership)

    KostenfaktorZapierMake.com
    BasispreisHöherNiedriger
    Premium-KonnektorenZusatzkostenMeist inklusive
    Overage-KostenTeuerModerat
    Team-VerwaltungAb Team-Plan (69€/User)Ab Teams-Plan (29€)
    Einarbeitungszeit2-5 Stunden5-15 Stunden
    Agentur-SupportWeit verbreitetWachsend

    Die Einarbeitungszeit bei Make.com ist höher. Das sollten Sie einkalkulieren, denn Ihre Zeit hat auch einen Preis. Falls Sie Unterstützung benötigen, finden Sie in unserem Artikel über Make.com Agenturen hilfreiche Informationen.

    Reale Kostenszenarien: Was zahlen Sie wirklich?

    Genug Theorie. Hier sind drei realistische Szenarien mit durchgerechneten Kosten.

    Szenario 1: Kleines Unternehmen (5-10 Mitarbeiter)

    Anforderung: 3 einfache Workflows (CRM-Sync, E-Mail-Benachrichtigungen, Formular-Verarbeitung). Ca. 500 Workflow-Ausführungen pro Monat mit durchschnittlich 4 Schritten.
    PostenZapierMake.com
    Benötigte Einheiten1.500 Tasks/Monat2.000 Ops/Monat
    Passender PlanProfessional (49€)Core (9€)
    Jährliche Tool-Kosten588€108€
    Differenz--480€ gespart/Jahr
    Ergebnis: Make.com ist hier 82% günstiger. Bei einfachen Anforderungen gibt es keinen rationalen Grund, Zapier zu wählen -- es sei denn, die einfachere Bedienung spart Ihnen mehr Zeit als der Preisunterschied.

    Szenario 2: Mittelstand (50-200 Mitarbeiter)

    Anforderung: 10-15 Workflows (Lead-Management, Rechnungsverarbeitung, HR-Onboarding, Reporting). Ca. 5.000 Workflow-Ausführungen pro Monat mit durchschnittlich 6 Schritten. 3 Team-Mitglieder nutzen das Tool.
    PostenZapierMake.com
    Benötigte Einheiten25.000 Tasks/Monat30.000 Ops/Monat
    Passender PlanTeam (3x 69€ = 207€) + OverageTeams (29€) + 20.000 Extra-Ops (~10€)
    Geschätzte Overage~200€/Monat~10€/Monat
    Monatliche Tool-Kosten~407€~39€
    Jährliche Tool-Kosten~4.884€~468€
    Differenz--~4.416€ gespart/Jahr
    Ergebnis: Make.com spart dem Mittelstand jährlich über 4.000€ allein bei den Tool-Kosten. Für eine Einordnung in die Gesamtkosten eines Automatisierungsprojekts lesen Sie unseren Artikel über Prozessautomatisierung Kosten.

    Szenario 3: Wachsendes Unternehmen (200+ Mitarbeiter)

    Anforderung: 30+ Workflows, Multiple Teams, 20.000 Workflow-Ausführungen pro Monat mit durchschnittlich 8 Schritten. 10 Team-Mitglieder.
    PostenZapierMake.com
    Benötigte Einheiten140.000 Tasks/Monat160.000 Ops/Monat
    Passender PlanEnterprise (individuell)Enterprise (individuell)
    Geschätzte monatliche Kosten1.500-3.000€300-800€
    Geschätzte jährliche Kosten18.000-36.000€3.600-9.600€
    Ergebnis: Im Enterprise-Bereich können die Einsparungen mit Make.com über 20.000€ pro Jahr betragen. Allerdings spielen hier Enterprise-Features wie SSO, Audit-Logs und dedizierter Support eine wichtigere Rolle als der reine Preis.

    Die wahren Kosten: Tool-Lizenz ist nur der Anfang

    Die Preise oben sind reine Lizenzkosten. Was die meisten unterschätzen:

    Selbst aufsetzen:
    • Einarbeitungszeit: 20-40 Stunden (bei Make.com)
    • Fehler in den ersten Wochen — verbrannte Operations, falsche Daten im CRM
    • Keine Best Practices — Workflows die bei 2x Volumen zusammenbrechen
    • Kein Monitoring — Fehler fallen erst auf wenn der Kunde sich beschwert

    Professionell implementieren lassen:
    • Workflows laufen ab Tag 1 stabil
    • Error-Handling und Monitoring eingebaut
    • Skalierbar von Anfang an
    • Festpreis, kein Risiko

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    500
    5
    3
    Zapier
    1.548€/Jahr
    Plan: Professional + Overage
    6.000 Tasks/Monat
    Make.com
    108€/Jahr
    Plan: Core
    7.500 Operations/Monat
    Jährliche Ersparnis mit Make.com
    1.440€/Jahr

    Das sind Schätzwerte auf Basis der Listenpreise. Ihre tatsächlichen Kosten hängen von Ihrem Use Case ab.

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    Migration geplant?
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    Diagnose: Welches Tool passt zu Ihrem Setup?

    Statt einer pauschalen Empfehlung — ein Selbst-Check. Beantworten Sie die Aussagen ehrlich. Die Auflösung steht darunter.

    Kreuzen Sie an, was auf Sie zutrifft:

    >

    □ Wir bewegen mehr als 10.000 Workflow-Ausführungen/Monat (oder werden es in 6 Monaten tun)
    □ Wir nutzen DATEV, SAP, eine On-Premise-Datenbank oder eine eigene API
    □ Wir haben null bis eine technische Person intern, die Workflows pflegen kann
    □ Datenverarbeitung muss DSGVO-konform mit EU-Hosting laufen
    □ Unsere Workflows haben regelmäßig mehr als 8 Schritte oder Verzweigungen (Paths/Router)
    □ Wir haben einen oder mehrere Premium-Konnektoren auf der Liste (Salesforce, HubSpot Marketing, Microsoft Dynamics, Datenbank-Connector)
    □ Wir wollen Operationskosten unter €100/Monat halten
    Wenn ≥ 4 Punkte zutreffen → Make.com. Sie sind im Volumen- und Komplexitätsbereich, in dem Zapier wirtschaftlich nicht mehr Sinn macht. Die echte Frage ist nur noch: in-house oder mit Implementierungspartner umsetzen — die Tool-Lizenz ist 15–25% der Gesamtkosten, der Rest ist Implementierung. Siehe Was Prozessautomatisierung wirklich kostet. Wenn 2–3 Punkte → kommt auf Volumen an. Bei stabilem Setup unter 2.000 Tasks/Monat ist Zapier wegen schnellerem Live-Gang oft günstiger trotz höherer Listenpreise. Wer auf Wachstum plant: Make.com. Wenn ≤ 1 Punkt → Zapier. Sie sind im Bereich, wo die App-Auswahl und die intuitive Bedienung den Mehrpreis rechtfertigen. Die Lizenzdifferenz von €30–50/Monat ist in Ihrer Größenordnung weniger relevant als eine schnell aufsetzbare Lösung.
    ⚠️ Eine Sonderkonstellation: Wenn Sie jetzt unter 2.000 Tasks sind, aber DATEV- oder SAP-Anbindung auf der Roadmap haben, planen Sie direkt mit Make.com. Die Migration kostet später 2.000–5.000 € — die ersparen Sie sich, wenn Sie nicht mit Zapier anfangen.

    Wann ist Zapier trotzdem die bessere Wahl?

    Trotz der höheren Preise gibt es Situationen, in denen Zapier seinen Preis rechtfertigt:

    1. Maximale Einfachheit gefragt

    Wenn nicht-technische Mitarbeiter selbst Workflows erstellen sollen, ist Zapier unschlagbar intuitiv. Die Einarbeitungszeit ist 3-5x kürzer als bei Make.com.

    2. Seltene Integrationen benötigt

    Mit über 7.000 Apps hat Zapier die grösste Integrationsbibliothek. Wenn Sie Nischen-Tools anbinden müssen, die Make.com (1.500+ Apps) nicht unterstützt, gibt es keine Alternative.

    3. Minimales Volumen

    Bei unter 100 Tasks pro Monat ist Zapier's Free-Plan ausreichend und kostet nichts.

    4. Schnellster Go-Live

    Für einen schnellen Proof-of-Concept oder eine zeitkritische Automatisierung ist Zapier oft schneller aufgesetzt.

    5. US-Unternehmen ohne EU-Anforderungen

    Wenn DSGVO keine Rolle spielt, ist Zapier's US-Infrastruktur kein Nachteil.

    Wann ist Make.com die klare Wahl?

    1. Budget ist begrenzt

    Bei jedem Volumen über dem Free-Tier ist Make.com deutlich günstiger. Die Ersparnis liegt bei 50-90%.

    2. Komplexe Workflows

    Make.com's visueller Builder ist für verzweigte, komplexe Szenarien besser geeignet als Zapier's lineare Struktur.

    3. EU-Datenhaltung gewünscht

    Make.com bietet EU-Server. Für DSGVO-sensible Daten ein wichtiger Vorteil. Mehr dazu in unserem Artikel über DSGVO-konforme Zapier-Alternativen.

    4. Skalierung geplant

    Wer weiss, dass das Automatisierungsvolumen wachsen wird, fährt mit Make.com deutlich günstiger.

    5. Agentur-Zusammenarbeit

    Das Teams-Feature von Make.com ist bei 29€/Monat deutlich günstiger als Zapier's Team-Plan (69€/User/Monat). Eine Make.com Agentur kann direkt in Ihrem Workspace arbeiten.

    Migrationkosten: Was kostet der Wechsel?

    Falls Sie bereits Zapier nutzen und zu Make.com wechseln möchten, sollten Sie die Migrationskosten einplanen:

    FaktorKosten
    Einfacher Workflow (2-3 Schritte)1-2 Stunden Aufwand
    Mittlerer Workflow (5-8 Schritte)3-5 Stunden Aufwand
    Komplexer Workflow (10+ Schritte)5-10 Stunden Aufwand
    Externer Agentur-Stundensatz80-150€/Stunde
    Typische Migration (10 Workflows)2.000-5.000€
    Faustregel: Die Migrationskosten amortisieren sich bei den meisten Unternehmen innerhalb von 6-12 Monaten durch die niedrigeren laufenden Kosten.

    FAQ: Häufige Fragen zu Make.com vs. Zapier Kosten

    Ist Make.com wirklich so viel günstiger als Zapier?

    Ja, in den meisten Szenarien ist Make.com 50-90% günstiger als Zapier. Der Hauptgrund sind die deutlich niedrigeren Kosten pro Operation im Vergleich zu Zapier's Task-Preisen. Bei 10.000 monatlichen Ausführungen zahlen Sie bei Make.com ab 16€, bei Zapier mindestens 49-149€. Der Unterschied wächst mit dem Volumen.

    Gibt es bei Make.com auch einen kostenlosen Plan?

    Ja. Make.com bietet einen Free-Plan mit 1.000 Operations pro Monat und 2 aktiven Szenarien. Das reicht für erste Tests und sehr einfache Automatisierungen. Zapier bietet ebenfalls einen Free-Plan, allerdings nur mit 100 Tasks und ohne Multi-Step-Workflows.

    Kann ich von Zapier zu Make.com migrieren?

    Ja, eine Migration ist möglich, erfordert aber eine Neuerstellung der Workflows. Es gibt kein automatisches Import-Tool. Je nach Komplexität und Anzahl der Workflows sollten Sie 2.000-5.000€ für eine professionelle Migration einplanen. Die Investition rechnet sich durch die niedrigeren laufenden Kosten meist innerhalb eines Jahres.

    Was passiert, wenn ich mein Operations- oder Task-Limit überschreite?

    Bei Zapier werden zusätzliche Tasks automatisch berechnet (Overage). Sie können auch vor Erreichen des Limits ein Upgrade durchführen. Bei Make.com können Sie Operations-Pakete nachkaufen oder den Plan upgraden. Make.com ist bei Überschreitungen deutlich günstiger als Zapier.

    Welches Tool ist besser für E-Commerce?

    Make.com ist für E-Commerce die bessere Wahl. Die niedrigeren Kosten machen sich bei den typischerweise hohen Volumina (Bestellungen, Lagerbestandsupdates, Kundenbenachrichtigungen) stark bemerkbar. Ausserdem bietet Make.com leistungsstarke Integrationen für Shopify, WooCommerce und andere E-Commerce-Plattformen mit fortgeschrittenen Datenmanipulationsmöglichkeiten.

    Lohnt sich Zapier's Team-Plan?

    Zapier's Team-Plan kostet 69€ pro User pro Monat. Bei 5 Team-Mitgliedern sind das 345€/Monat. Make.com's Teams-Plan kostet 29€/Monat für das gesamte Team. Wenn Teamarbeit wichtig ist und Budget eine Rolle spielt, ist Make.com's Teams-Plan die wirtschaftlichere Option.

    Berücksichtigen die Preise auch die Implementierungskosten?

    Nein, die hier verglichenen Preise sind reine Tool-Kosten (Softwarelizenzen). Die Implementierung -- also das Aufsetzen und Konfigurieren der Workflows -- kommt zusätzlich hinzu. Make.com hat eine steilere Lernkurve, was initial mehr Implementierungszeit bedeuten kann. Langfristig gleicht sich das durch die niedrigeren laufenden Kosten aus. Einen vollständigen Kostenüberblick inklusive Implementierung finden Sie in unserem Artikel Prozessautomatisierung Kosten.

    Kann ich Make.com oder Zapier selbst einrichten oder brauche ich Hilfe?

    Einfache 2-3-Schritt-Workflows können Sie selbst einrichten — beide Tools bieten gute Tutorials. Sobald es um fehlertolerante Prozesse geht (z.B. Rechnungsverarbeitung, CRM-Sync, E-Commerce-Automatisierung), empfehlen wir professionelle Implementierung. Der Grund: Fehler in Produktiv-Workflows kosten mehr als die Implementierung. Kostenlose Erstberatung anfragen →

    Sollte ich statt Make.com und Zapier lieber n8n nutzen?

    Wenn Sie technisches Know-how haben oder hohe Volumina automatisieren, ist n8n Self-Hosted die günstigste Option (nur Serverkosten, ab ca. 10-20€/Monat). Für die meisten Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung bietet Make.com jedoch das beste Gleichgewicht aus Preis, Benutzerfreundlichkeit und Funktionsumfang. Den vollständigen Drei-Wege-Vergleich finden Sie in Zapier vs. Make.com vs. n8n.

    Update-Verlauf

    Diese Seite wird laufend an reale Markt- und Lizenzänderungen angepasst. Die wichtigsten Änderungen:

    • 27.04.2026 — Real-World-Anker hinzugefügt. Operations-Hochrechnung an drei dokumentierten Implementierungen (Rechnungsverarbeitung, Dokumenten-Freigabe, Arztbrief-Automation). Diagnose-Block ergänzt.
    • 31.03.2026 — Make.com Pro-Tier von $16 auf $18,82 (monatlich) angepasst. Zapier Annual-Discount wurde gestrichen, monatliche Preise effektiv +18%. Beide Korrekturen in den Tabellen abgebildet.
    • 10.02.2026 — Erstveröffentlichung mit Stand der Pricing-Pages beider Anbieter.

    Wenn Sie eine Stelle finden, an der unsere Hochrechnung nicht zu Ihrem realen Setup passt: schreiben Sie uns. Wir aktualisieren den Anker mit Ihrem (anonymisierten) Fall, wenn er die Datenlage verbessert.

    Unser Fazit: Make.com gewinnt beim Preis -- Zapier bei der Einfachheit

    Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Make.com ist in fast jedem Szenario deutlich günstiger als Zapier. Bei mittleren Volumina sparen Sie 80-90% der Tool-Kosten. Für preisbewusste Unternehmen ist Make.com die rationale Wahl.

    Zapier rechtfertigt seinen höheren Preis nur in spezifischen Fällen: maximale Einfachheit, die grösste App-Auswahl oder wenn bereits eine gewachsene Zapier-Infrastruktur existiert.

    Unsere Empfehlung nach Budget:
    BudgetEmpfehlung
    Unter 20€/MonatMake.com Core
    20-50€/MonatMake.com Pro
    50-200€/MonatMake.com Teams oder n8n Cloud
    Über 200€/MonatMake.com Enterprise oder n8n Self-Hosted

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    Alle Preisangaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern. Stand der Recherche: April 2026. Aktuelle Preise finden Sie auf den jeweiligen Anbieter-Websites.

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